Wald- und Umweltpädagogik

Mit allen Sinnen

Fühlen, riechen, schmecken, hören, sehen …

Durch die Konzentration auf einzelne Sinne nehmen wir den Wald überraschend anders wahr. Wir begegnen dem Baum als Einzelwesen, fühlen uns in den Jahresrhythmus der Waldbewohner, schlüpfen spielerisch in die Rolle einiger Tierarten und erleben kleine Wunder der Natur.

Angebote: Wald-Memory, Die Blindenführung, Waldetektive u.a.

Termin  und Ort nach Vereinbarung / ganzjährig

Dauer: 2 Std.

Kosten pro Kind: 5 €

Teilnehmer: mind. 20


Naturkundliche Exkursion an der Mulde von Höfgen bis Grimma

Zielgruppe: Grundschule

Thema: Lebensraum Fließgewässer

Die Mulde ist Lebensraum für zahlreiche im und am Wasser vorkommende Tier und Pflanzenarten. In Ihr leben viele verschiedene Fischarten und große Vorkommen an Kleinstlebewesen, z.B. die Larven der gebänderten Prachtlibelle. Aber auch Amphibien wie der Teichfrosch und das größte Nagetier in Deutschland, der Biber haben hier ihren Lebensraum. Wir bestimmen anhand von Bestimmungsbüchern verschiedene Tier und Pflanzenarten und Keschern am Rand des Flusses nach verschiedenen Kleinstlebe-wesen.

Elbebiber

Thema: Wiesen – Lebensraum für eine große Artenvielfalt

Die Wiesen an der Mulde mit ihren Saumstreifen bieten vielen Insekten Nahrung und sind Jagdgebiet räuberischer Arten wie der Wolfsspinne. Um selbst auf Wiesensafari zu gehen, brauchst du nur eine Lupe – und schon kann’s losgehen. Besonders viele Tier- und Pflanzenarten kannst du auf Wiesen finden, die nicht gedüngt und nur selten gemäht werden. Du erkennst sie daran, dass dort viele verschiedene Wiesenblumen und Kräuter wachsen. Die unterschiedlichen Pflanzen locken eine Vielzahl von Insekten an. Wir Keschern mit Netzen am Wiesenrand die Insekten und bestimmen  anhand von Bestimmungsliteratur und Becherlupen die Arten.

Kuckuckslichtnelke

Thema:  Der Wald mit seinen Lebensräumen

Wälder liefern nicht nur den wertvollen Rohstoff Holz, sondern sind auch Lebensraum für unzählige Tier-, Pilz- und Pflanzenarten. Wo leben die Tiere im Wald? Was für Pflanzen wachsen im Wald Welche Baumarten gibt es im Wald? Der Wald ist mehr als die Summe seiner Bäume und mehr als ein reiner Rohstofflieferant. Daneben ist der Wald ein Ort, an dem wir unsere Freizeit verbringen und uns erholen. Wir tauchen ein in die Artenvielfalt des Waldes, betrachten die Bodenschicht mit Becherlupen und erleben mit allen Sinnen die Vielfalt. Nicht nur im Sommer lohnt sich ein Streifzug durch den Wald. Auch  im Herbst gibt es dort viel zu entdecken. Tiere, die sich auf den Winter vorbereiten, Pflanzen und Bäume, die ihre Blätter verlieren und vieles mehr. Bei dieser Exkursion sollen Kinder mit offenen Augen durch den Wald und auf Entdeckertour gehen.

Wald

Thema: Steine am Wegesrand

Steine sind so alt wie die Erde. Jeder auch noch so kleine Stein hat viel erlebt, spannende Reisen hinter sich und kann Jahrtausende alte Geschichten erzählen. Im Geopark Porphyrland ist eine spannende Bandbreite an diesen Fenstern der Erdgeschichte zu entdecken. Angefangen bei den Porphyr-Aufschlüssen, die von einer hohen vulkanischen Aktivität im Rotliegend des Perms vor etwa 300 Millionen Jahren erzählen. Seit mehr als 350.000 Jahren prägt die Mulde die Landschaft im Geoparkgebiet und gibt gut sichtbare Einblicke in die Vergangenheit. Wir untersuchen und betrachten die Steine und das überall im Gebiet vorkommende Porphyr und erfahren viel über die Entstehung des Geoparkgebietes.

Weg der Steine

Termin: Mai – Oktober nach Vereinbarung

Zeit: 1-3 Stunden

Strecke:  ca 5 km, Exkursionsbeginn Grimma

Kosten: 5 -7€  pro Kind

Teilnehmer: mind. 20


                                                                   Thema: Fährten lesen     

So wie Schuhe und Autopneus hinterlassen auch die Füße der Wildtiere Spuren in Schnee, Sand oder feuchter Erde. Am augenfälligsten sind solche Tierspuren im Neuschnee. Wer sie zu lesen versteht, dem öffnet sich ein Buch mit sieben Siegeln. Der einzelne Fußabdruck, Trittsiegel genannt, ist für jede Tierart typisch, je nachdem, ob es sich bei Säugetieren um Sohlengänger (Dachs) Zehengänger (Fuchs) oder Zehenspitzengänger (Schalenwild) handelt.

Tierspuren und -fährten im Sand oder Schnee sind ein faszinierendes Phänomen, sozusagen die stumme Zeichensprache einer belebten Natur. Einzelne Tierarten weisen zudem ganz speziell typische Spurbilder auf. Ein solches ist beispielsweise das Schnüren  des Raubwildes, besonders ausgeprägt beim Fuchs, wenn er die Tritte der Vorder- und Hinterläufe genau ineinander als auch schnurgerade hintereinander setzt, wodurch das Spurbild einer Perlenschnurgleicht. Vielleicht ist jetzt auch die Fährte eines durchziehenden Wolfes zu bestimmen. Wenn die Erde feucht ist, lassen sich Tierspuren, die sogenannten Trittsiegel, gut erkennen. Zu nass darf die Erde allerdings nicht sein. Im Matsch verfallen und verschwimmen die Umrisse von Tierspuren schnell. Am besten zu sehen sind Tierspuren in frischem Schnee. Tiere gehen ihre eigenen Wege jenseits unserer Wanderwege. Sicherstes Zeichen, dass ein Tier in der Nähe war, ist immer das, was es hinterlässt, seine Losung.

Trittsiegel

Termine nach Vereinbarung

Dauer: 2 Std

Kosten: Erw. 10 € / Kinder 5 €

Auch Buchbar als Familienfeier / Geschenkgutschein

Biberabendexkursion ins Muldental

Der Urbiber bevölkerte bereits vor rund 38Millionen Jahren die Erde. Nur zwei Artenüberlebten bis in das heutige Zeitalter, der Eurasische und der Kanadische Biber.

Seit dem Mittelalter jedoch wurde „Meister Plattschwanz“ stark verfolgt. Das lag zum einen an seinem Bibergeil, eine starkriechende Substanz, das moschusartige Drüsensekret hatte man in Parfums und als Heilmittel verwendet – ihm wurde sogar eine potenzstärkende Wirkung nachgesagt. Zudem galt das Fleisch des Bibers als Delikatesse und war eine beliebte Fastenspeise. Die Begradigung und der Ausbau der Fließgewässer durch den Menschen taten ihr Übriges – der Biber wurde fast vollständig aus seinem Lebensraum vertrieben. Im 19. Jahrhundert war der Nager fast vollständig ausgerottet.

Der Biber kann heute als Symbol eines erfolgreichen Naturschutzes angesehen werden und seine Bestände haben sich langsam wieder erholt. Gegenwärtig leben in Sachsen ca. 1.100 Elbebiber.

Begleiten Sie mich zu einer Exkursion in das Muldental bei Grimma und erfahren Sie interessantes über die Lebensweise von“ Meister Bockert“ wie der Biber auch noch genannt wird.

„Meister Bockert“

Termin: März – Oktober /laufend auf Anfrage

Dauer: 2 Std.

Kosten: Erw. 7,€ / Kinder 5 €